GroKo: 45 Beitragsjahre – danke, das ist genug!

Die Zahlung der vollen Rente nach 45 Beitragsjahren ist ein sehr gerechter Vorschlag. Wer 45 Jahre arbeitet, hat viel für die Gesellschaft geleistet und gezahlt. Deshalb ist es richtig und gerecht, die Rente zeitiger als derzeit voll zu zahlen.

Wer früher eine Lehre gemacht hat und es geschafft hat, sein ganzes Leben zu arbeiten, musste bis zum 65. Lebensjahr 49 Jahre Steuern und Abgaben gezahlt. Wer ein Studium absolvierte und mit 25 anfing, zahlte nur 40 Jahre ein. Rente bekam der Studierte, wenn er höher bezahlt wurde, mehr als der Facharbeiter, obwohl dieser durch längere Einzahlungen häufig mehr leistete. Die Einführung der Rente mit 67 hat dem Studierten zwei Jahre aufgeschlagen. Den Facharbeiter hat man damals verschont, er durfte weiterhin mit 65 in Rente gehen, insofern er 45 Beitragsjahre vorweisen kann. Da steht es nun also 42:49 zwischen den Beiden. Die Grenze „63“ bringt noch mehr Gerechtigkeit (42:47), jedoch ist der Vorschlag unsolide gefertigt und wird hoffentlich noch überarbeitet.

Rentnerbank  - CC-Lizenz, Quelle: http://www.flickr.com/photos/bp100/5064691726/

Rentnerbank – CC-Lizenz, Quelle: http://www.flickr.com/photos/bp100/5064691726/

Die Zeitungen schreiben nun von einer Renteneintrittswelle, da nach einer Beispielrechnung die Hälfte der 63–65-jährigen Männer 2011 von dieser Regelung hätte Gebrauch machen können. Dieser Wert wäre jetzt immer noch ähnlich; das lässt Aufhorchen. Man geht doch davon aus, dass durch Wechsel der Arbeit oder andere Lebenseinschnitte viele Erwerbsbiografien durchbrochen sind und die 45 Beitragsjahre erst mit Mitte 60 erreicht werden. Das Problem ist, der Vorschlag der Großen Koalition gestattet in den 45 Beitragsjahren bis zu 5 Jahre „Zeiten der Arbeitslosigkeit“. Das stellt den Vorschlag finanziell auf tönerne Füße.

Die einfachste Lösung wäre: Wer 45 Jahre gearbeitet und eingezahlt hat darf in Rente gehen, egal wie alt derjenige ist. Einige Wenige werden dieses Alter mit 61 Jahren erreichen. Viele haben aber Zeiten der Arbeitslosigkeit, machen ein Sabbatjahr oder starten erst nach dem Abitur mit 18. Eine Renteneintrittswelle ist dann nicht zu erwarten. Es wäre gerechter, wenn diejenigen die fleißig sind am Anfang des Lebens, später genießen können und diejenigen die noch etwas in ihre Bildung investieren (besser gesagt, vom Staat investieren lassen), auch länger Arbeiten müssen. Die lange Rentenbezugsdauer, vom 61. Lebensjahr bis geschätzt ins 85., wird dadurch ausgeglichen, dass von diesen Zahlern keine Kosten verursacht wurden zwischen dem 16. und 25. Lebensjahr. Über das ganze Leben gerechnet ist das fair.

Eines würde ich aber trotzdem noch fordern, das Renteneintrittsalter muss auf 69 hochgesetzt werden, dann steht es 45:44 zwischen dem, der mit 16 die Lehre macht und demjenigen, der mit 25 seinen Uniabschluss in der Hand hält.

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